Mainradweg Mainz - Schweinfurt

Residenz Würzburg

Radeln am Fluss: Auf dem Mainradweg von Mainz nach Schweinfurt

Mehrtägige Radreise mit Start in Mainz und Zwischenhalten in Frankfurt und der Residenzstadt Würzburg. Die Radtour verläuft immer in Tuchfühlung zum Main durch die idyllische Landschaft des Spessart und des Odenwaldes und endet nach rund 374 Kilometern in Schweinfurt.

Los geht die wilde Fahrt – wenn auch heute nur für ein kurzes Einrollen nach Frankfurt. Der insgesamt rund 530 Kilometer lange Main-Radweg verläuft überwiegend in Flussnähe zunächst entlang des Mains, später am Roten Main in Richtung Bayreuth. Ich hingegen habe meine Tour nur bis Schweinfurt geplant. Vom Mainzer Hauptbahnhof kommend bin ich bereits nach wenigen Kilometern am Mainufer unterwegs. Was die Tour wohl für Überraschungen für mich bereithalten wird?

Etappe 1 (45 Kilometer, 90 Höhenmeter): Kurzes Einrollen von Mainz nach Frankfurt

Die ersten Kilometer pedaliere ich entspannt auf einem kleinen Deich, während auf der nahen Bahntrasse ein Güterzug an mir vorüberzieht. Bald passiere ich die ersten kleineren Weinberge, die zu dieser Jahreszeit lediglich kleine, unreife Trauben tragen. Welch herrliches Wetter! Bei 26 Grad radle ich entspannt der Main-Metropole entgegen, die nun noch rund 34 Kilometer entfernt ist.

Luft raus, neuer Schlauch gefällig? Pluspunkte sammelt der erste Abschnitt des Radwegs, als ich einige Pedalumdrehungen später an einem blauen Automaten vorbeirolle, der direkt am Wegesrand alle gängigen Fahrradschläuche bereithält. Man weiß nie! Weitere Pluspunkte? Die zahlreichen Einkehrmöglichkeiten am Wegesrand! Unterdessen zeigen sich linkerhand die geschwungenen, bewaldeten Höhenzüge des Taunus. Das Mittelgebirge ist von Südwest nach Nordost rund 75 km lang, etwa 35 km breit und bedeckt eine Fläche von rund 2700 Quadratkilometern.

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Häuserschlucht Frankfurt Nach 28 gefahrenen Kilometern überquere ich den Main über eine für den Autoverkehr gesperrte Brücke und setze meine Tour am anderen Mainufer fort. Wenig später erspähe ich in einiger Entfernung die markante Skyline Frankfurts. Noch sind die Bankentürme lediglich kleine Landmarken am Horizont, die mit jeder Pedalumdrehung nur unmerklich größer werden. Schließlich bilden die Hochhäuser jedoch steil aufragende Straßenschluchten, als ich direkt durchs Zentrum pedaliere. Sehr beeindruckend! Und dennoch: Beim nächsten Mal lieber gechillt am Mainufer entlang radeln, statt sich inmitten einer unberechenbaren Blechkarawane hindurchzuschlängeln!

2. Etappe (99,5 Kilometer, 210 Höhenmeter): Von Frankfurt bis Miltenberg

Mit einem in Frankfurt lebenden Familienmitglied starte ich am Morgen in die zweite Etappe. Schnell sind wir wieder auf dem Main-Radweg unterwegs und erreichen, nur einen Katzensprung von Frankfurt entfernt, die Stadt Offenbach. Die Sonne brennt bereits zu früher Stunde mit beachtlicher Stärke vom blauen Himmel – da hilft nur frische Sonnencreme!

St. Johann Baptist Immer in Tuchfühlung zum Main fahren wir bei perfektem Radwetter in den Tag hinein und erreichen nach 25 Kilometern das idyllische Steinheim. Der Stadtteil Hanaus ist bekannt für seine pittoreske Altstadt mit seinen restaurierten Fachwerkhäusern. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Pfarrkirche St. Johann Baptist sowie das unter Denkmalschutz stehende Schloss mit seinem markanten Bergfried.

Von Seligenstadt bis Aschaffenburg

Auch auf den nächsten rund 10 Kilometer geht es nun weiter direkt am Main entlang bevor wir mit Seligenstadt die nächste schöne Zwischenstation erreichen. Am idyllischen Marktplatz gönne ich mir beim Bäcker einen leckeren Rhabarber-Kuchen, setze mich in den Schatten und genieße den Blick auf die Fachwerkhäuser ringsum. Besonders sehenswert: Das Haus „Einhard“, ein reich verziertes Fachwerkgebäude mit buntem Eckerker. Das 1596 erbaute Gebäude erinnert an den Gründer des Seligenstädter Klosters. Dieses wiederum wurde ab dem 9. Jahrhundert gegründet und der Grund für die Entstehung der Stadt.

Lange her! Im Hier und Jetzt radelt mein Mitfahrer wie geplant zurück gen Frankfurt, während ich die Radtour allein fortsetze. Etwas oberhalb des Mains in die Pedale tretend richtet sich mein Blick voraus auf die ersten sanft geschwungenen Höhenzüge des Spessarts. Mit einer Fläche von über 2440 Quadratkilometern umfasst das Mittelgebirge das größte zusammenhängende Gebiet an Laubmischwäldern in Deutschland. Welch herrliche Aussicht!

Schloss Johannisburg Bei Mainflingen überquere ich den Main über die Kilianusbrücke – und verlasse somit Hessen, stellt doch der Main hier die Grenze zum benachbarten Bundesland Bayern dar. Nach rund 44 Kilometern lasse ich Kleinostheim hinter mir und erreiche schließlich mit rund 53 Kilometern in den Waden Aschaffenburg. Direkt am Mainufer werde ich vom imposanten Schloss Johannisburg begrüßt. Das zwischen 1605 und 1614 errichtete Gebäude gehört zu den bedeutendsten Schlossbauten der Spätrenaissance.

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Von Aschaffenburg bis Miltenberg

Nur wenige Kilometer später komme ich an einem Sportplatz vorbei, auf dem gerade Halbzeit im Kick des in grün-weiß spielenden SG Strietwald gegen die in blau gekleidete Gästemannschaft ist. Nach Wiederanpfiff schlägt mich die engagiert geführte Partie schnell in ihren Bann, aus einem kurzen Zwischenstopp wird eine 45-minütige Pause – aus einem 3-0 für Strietwald noch ein 3-3!

Bald trete ich wieder in die Pedale, passiere nach rund 65 Kilometern den Ort Niedernberg und erreiche wenig später das gleichnamige Seengebiet. Der von den Einheimischen „Honisch Beach“ genannte See bietet einen Sandstrand mit Liegewiese, Volleyballplätze, einen Kinderspielplatz sowie einen Kiosk mit Erfrischungen. An Verpflegungsmöglichkeiten am Radweg mangelt es nicht! Und so lege ich nach rund 82 Kilometern an einem gemütlichen Holzbüdchen eine Rast ein, bestelle mir Kaffee und Kuchen und lasse mir die Sonne ins Gesicht scheinen.

Auf den nächsten Kilometern radele ich an steil aufragenden Weinbergen entlang, passiere Wörth am Main und setze zum Endspurt in Richtung Etappenziel an. Auf den letzten Kilometern streift der Radweg den Naturpark Bayerischer Odenwald und ich erfreue mich am Anblick der idyllischen Landschaft mit seinen sanft geschwungenen, bewaldeten Hügelketten.

Miltenberg Nachdem ich auf dem Campingplatz von Miltenberg geduscht und mein Zelt aufgebaut habe, breche ich noch einmal auf – Zeit für das Abendessen und eine kleine Stadtbesichtigung. Ein hübscher Ort! Begeistert schiebe ich mein Rad an zahlreichen Fachwerkhäusern vorbei und besichtige den Alten Marktplatz, das Herzstück Miltenbergs. Am Mainufer lasse ich mir schließlich eine große Portion Nudeln schmecken und verschwinde wenig später müde in meinem Zelt. Buenas noches!

3. Etappe (76,7 Kilometer, 330 Höhenmeter): Von Miltenberg bis Lohr

Nach einem ausgiebigen Frühstück sitze ich am Morgen wieder im Sattel und radle einem sonnigen Tag entgegen. Trotz früher Stunde zeigt das Thermometer bereits beachtliche 26 Grad an. Die Etappe beginnt, wie die gestrige endete: ringsum bin ich umgeben von den bewaldeten Hügelketten des Spessarts. Hut gelaunt pedaliere ich an Wiesen und Feldern entlang, lasse einer Gruppe Gänse den Vortritt und erreiche nach 9 Kilometern Freudenberg – überragt von einer Burgruine.

Von Freudenberg bis Erlach

Die auch Freudenburg genannte Festung wurde ab 1197 errichtet und später immer wieder erweitert. Seit Mitte des 15. Jahrhunderts kam es schließlich zum fortdauernden Verfall der Höhenburg, bis sich schließlich im 20. Jahrhundert eine Bürgerinitiative für die Sanierung der Burganlage einsetzte.

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Kurz hinter Freudenberg überquere ich den Main und radle bald an einer kleinen Fahrradservice-Station vorbei, die am Wegesrand mit allerlei nützlichem Werkzeug aufwartet. Fahrradpanne? Hier kein Problem! Eine Alternative im Fall der Fälle: Die Bahnstrecke in unmittelbarer Nähe des Radwegs. Noch funktioniert mein Drahtesel jedoch tadellos, der mich ohne Murren weiter am Mainufer in Richtung Kreuzwertheim trägt.

Kurz hinter dem Ort lasse ich den Anblick der faszinierenden Mainschleife auf mich wirken, die hier wegen der geringen Strömung und der nahezu bewegungslosen Wasseroberfläche fast wie ein See anmutet – eingerahmt von flachen, bewaldeten Hügeln. Ein netter Anblick!

Gut gelaunt erreiche ich nach 49 Kilometern Homburg am Main und pedaliere wenig später an steil aufragenden Weinbergen entlang. Für einige Zeit führt mich der Radweg abwechselnd mal direkt an der Straße, mal in Tuchfühlung zum Main in Richtung Marktheidenfeld. Kilometer um Kilometer spule ich wie ein Uhrwerk herunter, bin ich tatsächlich schon 58 Kilometer geradelt? Bald ist das Tagesziel Lohr nur noch 20 Kilometer entfernt und ich setze zum Endspurt an. Heißa, es verspricht ein entspannter Nachmittag zu werden, bin ich doch um 14:20 Uhr bereits in Erlach – und somit nur noch rund 8 Kilometer vom Ende der Etappe entfernt.

Endspurt nach Lohr

Durch einen idyllischen Taleinschnitt, den Main zur Linken geht es an Feldern entlang gen Lohr und ich lasse die Etappe bereits jetzt Revue passieren. Welch ein schöner Radtag, bin ich doch heute bei überwiegend schönem Wetter und zumeist durch flaches Terrain recht entspannt unterwegs gewesen. Zudem konnte ich mich ob der zahlreichen Supermärkte, Bäckereien und Imbisse entlang der Strecke regelmäßig mit Getränken und Leckereien versorgen – ein Apfelberliner geht immer!

4. Etappe (56 Kilometer, 250 Höhenmeter): Von Lohr bis Würzburg

10 Uhr am Morgen, schon geht er weiter, mein Biketrip am Main. Kurz verabschiede ich mich auf dem Zeltplatz von einer Gruppe Camper, die mir bei einer gemeinsamen Tasse Kaffee vom Grund ihres Campingaufenthaltes berichten: die jährliche Kirmes vor Ort! Die Lohrer Spessartfestwoche findet seit 1946 statt und hat sich mit zahlreichen Fahrgeschäften, Bierzelten und buntem Unterhaltungsprogramm zu einem der bedeutendsten Volksfeste in Unterfranken entwickelt. Leute, lasst es krachen!

Von Lohr bis Karlstadt

Gemünden Bei regnerischem Wetter radle ich die ersten Kilometer entlang der Straße in Richtung Würzburg. Links und rechts von mir säumen Apfelbäume und Wiesen die kleine Straße, während sich in rund 150 Metern Entfernung der Main durch die überwiegend flache Landschaft windet. Bald ragen rechts der Straße bewaldete Hügelketten steil empor, während ich meine Tour in Richtung Gemünden fortsetze. Oberhalb der Stadt erspähe ich wenig später den Bergfried einer Burgruine. In einer Höhe von rund 200 Metern thront die verfallene Scherenburg über der Stadt. Die Burg wurde vermutlich vor dem Jahre 1243 errichtet und diente der Sicherung von Zolleinnahmen bei der Flussüberquerung des Mains.

Ohne Zoll zu entrichten, quere ich den gemächlich fließenden Strom über die örtliche Mainbrücke, radle geradewegs durch den hübschen Ort und setze meine Fahrt am anderen Flussufer fort. Durch eine idyllische Landschaft strampele ich weiter dem Tagesziel entgegen und erreiche nach 33,5 Kilometern Karlstadt. Das schaue ich mir doch mal genauer an! Ich gönne mir also eine kleine Pause, rolle entspannt am historischen Rathaus vorbei und besichtige den Maintorturm direkt in Flussnähe. Ein schönes Örtchen!

Von Karlstadt bis Würzburg

Bald gebe ich meinem Drahtesel wieder die Sporen und nehme die letzten 28 Kilometer bis nach Würzburg in Angriff. Ob es wohl trocken bleibt? Ein Blick auf die dunklen Regenwolken über mir verheißt nichts Gutes – längst habe ich meine Regenklamotten angezogen. Vereinzelte Regentropfen fallen wenig später auf mich, die steil aufragenden Weinberge und die abgeernteten Felder ringsum hernieder.

In einiger Entfernung zieht derweil ein Güterzug in gemächlichem Tempo an mir vorbei, während ich ebenfalls in gedrosseltem Tempo Richtung Zellingen radle. Bereits von Weitem erspähe ich die unter Denkmalschutz stehende, hübsche Pfarrkirche St. Georg. Mit einem Halleluja auf in den Endspurt! Nach rund 56 Kilometern radle ich schließlich durch die Außenbezirke von Würzburg und werde begrüßt von einem Regenschauer, der sich gewaschen hat!

Ruhetag in Würzburg

Am heutigen Tage gönne ich mir einen Ruhetag im schönen Würzburg und beginne per pedes meine Stadtbesichtigung. Zunächst schlendere ich durch die Würzburger Altstadt und besichtige dort den Historischen Dom St. Kilian. Das ab 1040 errichtete Kirchengebäude ist mit einer Gesamtlänge von 105 Metern das viertgrößte romanische Kirchengebäude Deutschlands. Wenig später spaziere ich durch den Hofgarten der Würzburger Residenz. Das prächtige Gebäude wurde in den Jahren 1720 bis 1780 erbaut und war einst der Sitz der Fürstenbischöfe der bayerischen Stadt Würzburg. Lohnend ist ein Rundgang durch die Innenräume des Gebäudes.

Blick auf das Scherenbergtor Ich setze meine Stadtbesichtigung mit einem Abstecher zur Marienkapelle am Marktplatz fort bevor ich mich auf den Weg mache, die über der Stadt thronende Festung Marienberg zu erklimmen. Über die Alte Mainbrücke überquere ich zunächst den Main, komme auf dem Anstieg zur Festung ein wenig ins Schnaufen und erfreue mich oben angekommen über die Aussicht auf die unter mir liegende Stadt und den beeindruckenden Innenhof mit mächtigem Bergfried.

Weinberge und Festung Marienberg Bald trete ich den Rückweg hinunter in die Stadt ein und nutze nun die geschlungenen Wege durch die Weinberge – ein herrlicher Spaziergang in strahlendem Sonnenschein!

5. Etappe (97 Kilometer, 300 Höhenmeter): Von Würzburg bis Schweinfurt

Um 9:45 Uhr fällt der Startschuss zur letzten Etappe - und sofort hülle ich mich in meine Regenjacke, begrüßt mich der Wettergott doch mit morgendlichem Nieselregen. Trotz der dunklen Wolken über mir lasse ich mir die gute Laune nicht nehmen, erfreue mich an der idyllischen, von Weinbergen dominierten Umgebung und passiere nach rund 17,5 Kilometern die Schleuse Großmannsdorf. Auf der Wasseroberfläche des Mains zur Rechten ziehen die herabfallenden Wassertropfen unzählige, schnell verschwindende Kreise – der Regen ist bisher ein stetiger Begleiter auf der heutigen Etappe.

Von Ochsenfurt bis Marktbreit

Ochsenfurt Bald kündigt eine Hinweistafel am Wegesrand den nächsten Ort an - Ochsenfurt ist nur noch rund 1,5 Kilometer entfernt. Angekommen in der zum Landkreis Würzburg gehörenden Stadt lege ich in der kleinen, aber hübschen Altstadt eine kurze Pause ein. Dort besichtige ich die historischen Gebäude der Fachwerkhauszeile in der Hauptstraße sowie das Neue Rathaus – und weiter geht’s!

Der Radweg verläuft nach rund 24,5 Kilometern direkt entlang der Straße, doch immerhin steht Radlern hier ein separater, gut asphaltierter Radweg zur Verfügung. Auf diesem erreiche ich einige Kilometer später den Ort Marktbreit. Zeit für eine kleine Runde durch den Ort!

Am Malerwinkelhaus, einem hübschen, im 17. Jahrhundert errichteten Fachwerkhaus, fühle ich mich zurückversetzt in eine längst vergangene Epoche. Wer mehr Zeit mitbringt, kann dem kleinen Heimatmuseum im Haus einen Besuch abstatten. Weitere Sehenswürdigkeiten des Ortes sind der Marktplatz mit seinen idyllischen Häusern sowie der Alte Kranen, ein aus Stein und Holz gefertigter Frachtkran am linken Mainufer.

Von Marktbreit bis Schweinfurt

Moment mal, was ist das!? Es hat doch tatsächlich erstmalig am heutigen Tag aufgehört zu regnen – Halleluja! Doch Obacht und nicht zu früh gefreut, noch immer trägt der Himmel schwer an dunklen Wolken! Weiter geht die Fahrt in Richtung Kitzingen, nach rund 38 gefahrenen Kilometern habe ich den Ort erreicht – und werde begrüßt von läutenden Kirchenglocken.

Hatte ich es schon erwähnt? Der Himmel hat seine Schleusen längst wieder geöffnet und schickt beständigen Nieselregen auf mich herab – und auf die anderen Radwanderer, denen ich begegne. Eine Modenschau der Regenjacken! Nach rund 54 Kilometern, man freut sich über Kleinigkeiten, genieße ich eine weitere kleine Unterbrechung des bisher so regnerischen Tags, ehe mir wenig später schon wieder Regentropfen von der Nasenspitze perlen. Ein Hin und Her! Durchnässt passiere ich die Orte Sommerach, Nordheim am Main und Volkach und spule stoisch die Kilometer in Richtung Etappenziel herunter.

Bald toure ich endlich wieder direkt am Flussufer und passiere nach 75 Kilometern die Mainfähre Obereisenheim. Erstaunlich, wie schmal der Fluss hier ist, nur einen Steinwurf entfernt liegt der gleichnamige Ort am anderen Mainufer – den ich buchstäblich links liegen lasse und der Route in Richtung Stammheim folge. Dort führt mich der Radweg direkt am Museum für Militär- und Zeitgeschichte vorbei. Auf einer Fläche von rund 17.000 Quadratmetern können dort über 250 Rad-, Ketten- und Luftfahrzeuge aus dem 19. und 20. Jahrhundert besichtigt werden.

Ich hingegen nehme mit meinem kettengetriebenen Fahrzeug des 21. Jahrhunderts lieber die letzten Kilometer der Etappe in Angriff, trotze dem regnerischen Wetter und erreiche mit rund 97 gefahrenen Tageskilometern das Etappenziel Schweinfurt – Wettergott, mehr hast du nicht zu bieten als das bisschen Regen!?

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Entfernungstabelle

Entfernungstabelle Mainradweg

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