Moselradweg Trier - Koblenz

Moselschleife bei Bremm

Vom Schwarzen Tor zum Deutschen Eck!

Überwiegend flache 3-Tages-Tour entlang der ruhig mäandernden Mosel mit seinen idyllischen Städtchen, steilen Weinhängen und bezaubernden Burgen. Die Fahrt beginnt in der ältesten Stadt Deutschlands und führt vorbei an pittoresken Weinorten wie Bernkastel und Cochem bis zum Deutschen Eck nach Koblenz.

Bevor wir unsere Tour entlang des Moselufers beginnen, sollten wir uns die zahlreichen Sehenswürdigkeiten Triers nicht entgehen lassen. So rollen wir zunächst gemächlich zur Porta Nigra. Das ehemalige römische Stadttor ist beeindruckendes Wahrzeichen der Stadt. Am nahen Hauptmarkt genießen wir das geschäftige Treiben vor der prächtigen Kulisse der umstehenden Häuser und der Kirche St. Gangolf. Weitere Attraktionen Triers sind der Dom St. Peter, die Liebfrauenkirche, die Basilika sowie das Kurfürstliche Palais, die wir per Rad innerhalb kurzer Zeit erreichen.

Tag 1 (63 Km): Am idyllischen Moselufer entlang bis zum Weinort Lieser

Über die Kaiser-Wilhelm-Brücke gelangen wir ans linke Moselufer und starten unsere Radtour auf dem Moselradweg. Dieser verläuft zunächst direkt am Fluss und besteht hier aus einem rund 2,5 Meter breiten, asphaltierten Band. Bei herrlichem Sonnenschein teilen wir uns den Weg mit weiteren Radlern, Joggern und Spaziergängern. Nach rund 5 Kilometern erreichen wir Pfalzel, einer von 19 Ortsbezirken Triers. Hinter dem Ort knickt die Route nach links ab und wir passieren ein Industriegebiet und den Hafen der Stadt. Nur wenige Kilometer später sind wir bereits wieder am Moselufer und genießen das Radeln in herrlicher Natur.

Bei Kilometer 16,5 der heutigen Etappe haben wir den Ort Schweich erreicht. Am Campingplatz vorbei unterqueren wir wenig später eine Betonbrücke, kreuzen vorsichtig die Bundesstraße 53 und setzen unseren Weg an Weinhängen entlang in Richtung Longen fort. Hierzu fahren wir zunächst einige Kilometer direkt an der Straße, bevor wir nach rechts abbiegen und sofort von spalierstehenden Rebstöcken umgeben sind – wie schade, dass die Trauben noch nicht reif sind!

Bei Thörnich überqueren wir erneut die Mosel und wechseln wieder ans rechte Moselufer. So verläuft der Moselradweg abschnittsweise mal rechts, mal links des Flusses – stellenweise stehen sogar passable Radwege auf beiden Seiten zur Verfügung. Wer die Radtour in Richtung Koblenz macht, kann sich zudem über ein sachte abfallendes Profil freuen – gleichwohl kann es abschnittsweise auch mal steiler werden, wenn sich der Weg kurzzeitig hinauf in die Weinberge schlängelt oder Brückenauffahrten bewältigt werden müssen. Trittst du noch oder schiebst du schon?

Nach rund 41 Kilometern der heutigen Etappe grüßt uns Trittenheim vom linken Moselufer und wenig später durchqueren wir Neumagen-Dhron mit seinen zahlreichen Cafés, Gaststätten und Imbissen. Der Ort beansprucht (neben einigen anderen Orten auch) den Titel des ältesten Weinortes Deutschlands. Zudem ist der Ort Fundort des "Neumagener Weinschiffs", des steinernen Grabmals eines römischen Weinhändlers aus dem Jahr um 220 n. Chr. Eine Nachbildung des Schiffes mit dem fröhlichen Steuermann kann im Ort besichtigt werden.

Hinter der Ortschaft verläuft unser Weg nun zunächst wieder an der Mosel entlang und führt uns schon bald in den Ort Niederemmel. Einige Meter später überqueren wir die Mosel, passieren Minheim und Kesten und treffen nach 63 Kilometern in Lieser, dem Zielpunkt unserer heutigen Etappe ein.

Tag 2 (67 Km): Von Lieser nach Ediger-Eller

Kurz nachdem wir wieder im Sattel sitzen und einige Hundert Meter geradelt sind, steigen wir schon wieder ab – und bestaunen das unter Denkmalschutz stehende Schloss von Lieser, dass unmittelbar an der Uferstraße liegt. Jetzt aber los!

Wir treten in die Pedale, fahren uns langsam warm und erreichen nach rund 6 Kilometern Bernkastel-Kues. Von hier geht es zunächst an Schrebergärten vorbei und bald radeln wir auf einem gut zu fahrenden Schotterweg bis nach Wehlen. Die nächsten Kilometer müssen wir nun unmittelbar an der Straße L 47 fahren. In der Ferne ist bereits die im Bau befindliche Betonkonstruktion der Hochmoselbrücke zu sehen, die sich in einer Höhe von bis zu 158 Metern über das Moseltal erstreckt – und das Panorama von Zeltingen-Rachtig dominiert. Bald rollen wir unmittelbar an einem der Betonpfeiler der Brücke vorbei weiter in Richtung Ürzig. Hier verläuft der Weg geradewegs durch den beschaulichen Ort mit seiner kleinen Kirche, netten kleinen Häuschen und zahlreichen Weinstuben zum Einkehren. Weiter folgen wir dem (nahezu perfekt ausgeschilderten) Radweg, der sich auf dem Abschnitt bis nach Kröv immer mal wieder in die Weinberge schlängelt. Nach rund 23 Kilometern treffen wir schließlich in Kröv ein. Bekannt ist der Ort unter anderem für sein Wein-Anbaugebiet mit kuriosem Namen – dem Kröver Nacktarsch!

Nur wenige Kilometer in die Pedale getreten erreichen wir Traben-Trarbach mit seinen zahlreichen Jugendstil und Belle Epoque Bauwerken. Wer Lust hat, kann hier einen Abstecher zur Burgruine Grevenburg machen oder bei einem Spaziergang auf der "Riesling-Route" von Weingut zu Weingut ziehen. Wir jedoch radeln weiter und passieren bei Enkirch eine der zahlreichen Staustufen der Mosel. Nun erstmal chillen auf einer der Holzliegen in Sichtweite der Schleuse!

Genug ausgeruht! Wir sitzen wieder im Sattel und radeln gemütlich an den Orten Burg und Reil vorbei. In einem weiten Rechtsbogen, immer in Reichweite zur Mosel erreichen wir Pünderich und passieren den am Ortseingang gelegenen Campingplatz. Am Ort Briedel vorbei erreichen wir wieder die Bundesstraße B53, wo nun der Radweg entlang verläuft. Nach rund 49 Kilometern erreichen wir den Weinort Zell, wo uns die Statue der "Schwarze Katz" mit erhobenem Weinglas begrüßt. Zunächst belassen wir es jedoch bei einem kräftigen Wasserschluck aus der Radpulle und fahren weiter nach Pullay. über Deutschlands erste Doppelstockbrücke radeln wir dem linken Moselufer entgegen, während eine Etage über uns gerade ein Zug über die Stahlkonstruktion rattert. Wir selbst rattern an diesem Tag noch weitere rund 13 Kilometer weiter bevor wir mit dem Campingplatz "Zum Feuerberg" in Ediger Eller unser Tagesziel erreicht haben.

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Tag 3 (85 Km): Von Ediger Eller zur Burg Eltz und weiter nach Koblenz

Relativ zeitig in der Früh verlasen wir den Zeltplatz, um die letzte Etappe in Angriff zu nehmen. Auf der heutigen Tour warten mit Cochem und (optional) der Burg Eltz noch einmal echte Highlights auf uns – umso motivierter treten wir am Abschlusstag in die Pedale! Eine erste Pause legen wir nach rund 11,5 Kilometern am Fähranleger in Beilstein ein. Das Schiff verkehrt von Ostern bis Ende Oktober täglich zwischen 9-12 sowie 13-18 Uhr und bietet so die Möglichkeit, den Ortskern sowie Burg Metternich am anderen Moselufer zu besuchen. Der Radweg verläuft am heutigen Tag überwiegend entlang der Bundesstraße 49 direkt am Fluss und führt uns nach rund 20 Kilometern ins schöne Cochem. Über dem Ort thront auf einem Bergkegel die Reichsburg – beeindruckend!

Die heutige Etappe verläuft weiter am linken Moselufer, bald ist der Ort Treis Tarden erreicht. Der Höhepunkt der heutigen Etappe ist nun nun Greifen nah – Burg Eltz. Das mittelalterliche Bauwerk sollte man sich keinesfalls entgehen lassen, auch wenn der Besuch einige Kilometer und Höhenmeter erfordert, Tragepassagen inklusive!

Der Abstecher beginnt im Ort Moselkern nach rund 39 Kilometern in den Beinen. Bis zur Burg kommen von hier aus rund 4,4 Kilometer und rund 90 Höhenmeter hinzu. Es lohnt sich! Wir unterqueren zunächst die Bahntrasse, folgen der Straße "Elztal" bis zum Landhotel "Ringelsteiner Mühle und radeln dann über den gut ausgeschilderten Wanderweg bis zur Burg. Manchmal sollte das Rad besser geschoben werden, sind doch mitunter recht viele Wanderer unterwegs – und der Weg stellenweise sehr schmal und mit steilen Abhängen flankiert. Auf den letzten Metern, gleich unterhalb der Burg, schultern wir das Mountainbike und kraxeln die letzten Stufen zur Burg empor – welch Prachtexemplar von einer Ritterburg! In einer Bauzeit von 500 Jahren entstand hier ein einzigartiger, verwinkelter Gebäudekomplex mit hohen Wohntürmen und verwinkeltem Innenhof, dies alles in malerischer Lage oberhalb des Elztals.

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