Runde durchs Bergische Land

Winteridylle im Bergischen Land

Eine Runde Bergisches!

Mittelschwere Rennradtour durch das Bergische Land. Gerade die erste Hälfte der Tour bietet eine abwechslungsreiche Strecke entlang des Rheins, durch Leverkusen bis hinein ins Bergische. Dort warten einige langgezogene Anstiege auf wenig befahrenen Straßen – jedoch auch manche knifflige Abfahrt mit viel Autoverkehr.

Heute testen wir eine Tourempfehlung der Zeitung Express. Los geht die Tour am Niehler Hafen und führt zunächst für wenige Kilometer am Rhein entlang, bevor die Fordwerke umfahren werden müssen. Ford ist mit rund 17300 Beschaftigten Kölns zweitgrößter Arbeitgeber – nach der Stadt Köln selbst. Jährlich laufen im Kölner Norden rund 330.000 Fahrzeuge vom Band. Zudem beheimatet Niehl die Europazentrale des Konzerns. Unterdessen haben wir die Leverkusener Brücke erreicht und dürfen diese, welch Wunder, sogar befahren. Für LKW hingegen ist die marode Brücke gesperrt und soll bis 2020 durch eine neue Rheinbrücke ersetzt werden.

An der Dhünn entlang ins Bergische

Gemächlich rollen wir über die Brücke und erreichen am rechten Rheinufer den Neuland Park mit seinen Themengärten, Skulpturen und einer Minigolfanlage. Der Park wurde 2006 auf dem ehemaligen Gelände der Landesgartenschau errichtet und lädt gerade im Sommer zum Verweilen ein – wenn man nicht gerade zum Biken ins Bergische will! Und so lassen wir den Park hinter uns, radeln weiter an der funkelnden Dhünn entlang und passieren wenig später das Leverkusener Stadion. Nach rund 16,5 Kilometern erreichen wir mit der Edelrather Straße endlich den Startpunkt des ersten längeren Anstiegs der heutigen Tour. Denn Hand aufs Herz: Sind nicht Anstiege das Salz in der Suppe eines Bikers? Vom Einstieg bis zum Scheitelpunkt am Uppersberg legen wir nun auf einer Länge von 1,88 Kilometern rund 83 Höhenmetern zurück und werden zwischendurch mit einer schönen Fernsicht bis hinunter in die nahe Großstadt belohnt.

Jetzt bist du auf den Geschmack gekommen? Freu dich, denn das Highlight der gesamten Tour für alle Freunde der Höhenmeter wartet später ab Kilometer 27 auf uns, wenn wir auf der Schallemicher Straße durch Scherf und Schallemich nach Eikamp hoch strampeln und auf einer Länge von rund 3,27 Kilometern immerhin rund 140 Höhenmeter absolvieren. Nicht unerwähnt bleiben sollen einige knifflige Abfahrten, die im Verlaufe der Tour passiert werden. Enge, viel befahrene Serpentinen wie etwa an der Bergstraße hinunter nach Odenthal oder Tempo-70 Straßen ohne Fahrradstreifen können jedoch bei Bedarf immer umfahren werden.

Zwischenstop am Papiermuseum Alte Dombach

Tipp: Die verbrannten Kalorien können später am LVR-Industriemuseum Papiermühle Alte Dombach wieder aufgefüllt werden. Hier zeigt Deutschlands größtes Papiermuseum, wie Papier zu früheren Zeiten hergestellt wurde. Bereits im Jahr 1614 wurde mit dem Bau der ersten Paiermühle an diesem Standort begonnen. Heute kann man hier eine mächtige, vierzig Meter lange Papiermaschine aus dem Jahr 1889 sowie ein typisches Arbeiterhaus jener Zeit besichtigen. Zudem finden hungrige Biker hier ein etwas versteckt liegendes Café – klein aber umso gemütlicher. Die Speisekarte bietet neben der klassischen Bergischen Waffel auch deftige Speisen für den knurrenden Bikermagen. Guten Appetit!

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